„Inklusion und Gruppenprozesse - Ein Material zur Blickschulung“ erscheint demnächst. Bei Interesse melden Sie sich bitte im Institut3L. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Die neue Broschüre zur Information an Eltern finden Sie ab sofort zum Download unter www.kita-bildungsserver.de

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| Inklusion | Über uns

Das Projekt

 

Wir danken allen Projektpartner*innen

für Ihre Unterstützung auf dem Weg zu einer sächsischen inklusiven KiTalandschaft.

 

Das Sächsische Landesmodellprojekt „Inklusion in Kindertageseinrichtungen“ veranstaltete am 06.12.2019 seinen Abschlussfachtag zur zweiten Phase und stellte dabei das Schulungsmaterial zur Blickschulung „Inklusion und Gruppenprozesse in Kindertageseinrichtungen“ vor.


In der zweiten Phase des Projektes von 2017 bis 2019 war es dem Projektteam wichtig, Materialien zu erarbeiten, welche das Thema Inklusion im Hinblick auf die Wertschätzung von Vielfalt und damit die gesamtgesellschaftliche Relevanz in die breite (Fach-) Öffentlichkeit tragen. Zu diesem Zweck entstand unter anderem eine DVD mit Begleitmaterialien zur Schulung von Fachkräften.

Inklusion ist Grundrecht jedes einzelnen Menschen. Es zeigt sich jedoch erst konkret in Interaktions- und Kommunikationsprozessen unter Menschen. Zur Weiterentwicklung einer inklusiven Kita-Kultur ist es daher unabdingbar, diese Prozesse genauer zu betrachten und zu hinterfragen.

Im Endergebnis ermöglicht das Schulungsmaterial unterschiedliche Gruppenprozesse fernab des alltäglichen Entscheidungs- und Handlungsdrucks gezielt wahrzunehmen und zu reflektieren. Zudem unterstützt es dabei, eigene Beweggründe und Sichtweisen aufzudecken, gemeinsam im und mit dem Team zu diskutieren sowie Haltungen zu hinterfragen.

Durch den Abschlussfachtag führten das Projektteam, die wissenschaftliche Begleitung Frau Prof. Dr. Simone Seitz und Catalina Hamacher der Universität Paderborn sowie engagierte Kolleg*innen in den Workshops.

Den Auftakt machte Frau Dr. Nicole Wolfram (Leiterin des Referats 42 – Kindertagesbetreuung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus) mit ihrem sehr wertschätzenden, motivierten und zukunftsorientierten Grußwort.

Anschließend kam das Projektteam zu Wort und berichtete zusammenfassend vom Landesmodellprojekt in seiner gesamten Laufzeit, stellte dabei die DVD zum Schulungsmaterial kurz vor und erläuterte die Zusammenarbeit mit den Modelleinrichtungen sowie den Wissenschaftler*innen.

Die entsprechenden Präsentationen finden Sie hier von der Projektleitung und hier von der wissenschaftlichen Begleitung..

Mit dem Fachvortrag „Mitmischen oder zusehen – Inklusion in Kitagruppen“ von Frau Prof. Dr. Simone Seitz und Catalina Hamacher konnten sich die Teilnehmer*innen anhand von Praxisbeispielen mit den Grundideen inklusiver Erziehung und Bildung vertraut machen sowie einen ersten Einblick in das Schulungsmaterial erhalten. Fragen der Teilnehmer*innen wurden an dieser Stelle aufgenommen und miteinander diskutiert. Einen kleinen Einblick in die Fragen erhalten sie hier:

· Inklusion um jeden „Preis“?

·Braucht es nicht zeitweise auch Exklusion, um den Bedarf von Kindern gerecht zu werden?

· Wieviel Individualität verträgt Gemeinschaft? und Wieviel Gemeinschaft braucht Entwicklung von Individualität?

· Grenzen der Inklusion in der Kita?

· Welches Fachwissen benötigen pädagogische Fachkräfte zur Umsetzung der Inklusion?

· Was tun, wenn Eltern „glauben“, ihr Kind würde durch andere Kinder ausgegrenzt werden?

· Wie können gesetzliche Rahmenbedingungen so verändert werden, damit „Barrieren“ für Kinder und pädagogisches Handeln abgebaut werden?

·Geeignete und notwendige Hilde im Extremfall (herausfordernde Kinder)?

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer*innen dann die Möglichkeit einen Teil des Schulungsmaterials genauer kennenzulernen, auszuprobieren und selbst fernab vom täglichen Handlungsdruck ihren Blick zu schulen. Die Ergebnisse aus den Workshops wurden für alle Teilnehmer*innen an Pinnwänden festgehalten, sodass jeder die Gelegenheit bekam, an den Wänden zu schauen und sich zu informieren.

Hier ein paar Bilder zu den Ergebnissen:

 

Das Projektteam beendete den Abschlussfachtag mit der Vorstellung der Materialien, die im gesamten Projektzeitraum entstanden sind und machte mit einem kurzen Ausblick auf das kommende Praxisbuch neugierig.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre zahlreichen positiven Rückmeldungen.

 

„Weiterentwicklung

und damit eben auch das Lernen ist nur möglich,

wenn alte Gewissheiten in Frage gestellt werden.

Dazu braucht es den Unterschied.“

(Lothar Klein, 2014)

 

 

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Das Sächsische Landesmodellprojekt "Inklusion in Kindertageseinrichtungen - eine Kita für alle" wurde in zwei Phasen durchgeführt. Die erste Phase verlief von 2013 - 2016 und die zweite Phase von 2017 bis 2019. Inhalte dieser zwei Phasen finden sich in der Zusammenfassung auf dieser Seite in den Dokumenten Zwischenbericht und Abschluss-/Ergebnisbericht als auch in den Materialien.

Als Träger von Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie als Multiplikator/innen pädagogischer Themen fühlen sich die Mitarbeiter/innen der Thüringer Sozialakademie gGmbH und des Instituts 3L dem inklusiven Gedanken verpflichtet.

Herkunftsbedingte, körperliche oder geistige Voraussetzungen beziehungsweise bestimmte Lebenssituationen dürfen keine Ursache für Diskriminierung, Separierung und Benachteiligung sein. Daher setzen wir uns beständig für die Etablierung inklusiver Arbeit in Kindertageseinrichtungen ein, so auch im Landesmodellprojekt „Inklusion in Kindertageseinrichtungen“.

 

Das Projekt wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.